Klinikschulteil

Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer Erkrankung über einen längeren Zeitraum in der Kinder- und Jugendpsychiatrie betreut werden und deshalb ihre Heimatschule, einschließlich der Berufsschule, in dieser Zeit nicht besuchen können, nehmen ihr Recht auf Schulbildung in der Klinikschule wahr.

Dabei gilt es, neben der Wissensvermittlung, die Schulfähigkeit wieder herzustellen, den Heilungsprozess zu unterstützen, eine Reintegration bzw. einen neuen Schulweg vorzubereiten und damit jedem Schüler die verantwortungsvolle und selbstbestimmte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen.

Entsprechend der Schülerpopulation werden schulartübergreifende Konzeptionen entwickelt.

Die Klinikschule stellt sich zum Ziel, mit und für jeden Schüler die optimale Entwicklung einzuleiten.

Der Unterricht an der Klinikschule erfolgt:

  • in der Schule (im Einzelfall auf der Station)
  • in acht heterogenen, stationsübergreifenden Lerngruppen (unterschiedliche Schularten und Klassenstufen sowie Diagnosen)
  • in Lerngruppen von maximal acht Schülern
  • in den Bereichen: DFK, Vor-, Grund-, Regional-, Förder-, Berufsschule und Gymnasium 
  • in Form von klassenübergreifenden Projekten
  • als Förderunterricht
  • im Bereich LRS und Rechnen 
  • täglich, in der Regel im Blocksystem vier bis sechs Unterrichtsstunden (in der Zeit von 8.15- 11.45 Uhr und von 12.30- 14.00 Uhr)
  • vorwiegend in den Schwerpunktfächern: Deutsch, Mathematik und Englisch sowie Naturwissenschaften, Hauswirtschaft, Kunst und Sport
  • unterstützt von gemeinsamen Vereinbarungen (z.B. Lernverträgen, Einbeziehung stationärer Tokensysteme, „Ich schaff’s-Hefter“)
  • nach individuellen Stundenplänen
  • Zum Ende des Klinikaufenthaltes werden das Leistungs-, Arbeits- und Sozialverhalten jedes Schülers in Schulberichten und Zensurenvorschlägen bewertet. Diese werden der Heimatschule bzw. der weiterführenden Schule, den Eltern sowie der Klinik übermittelt.

 

 

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